Solarbank 3 E2700 Pro
Redaktionell bewertet · aktualisiert am 07.07.2026
Auf einen Blick
Die Einschätzung der Redaktion
Die Solarbank 3 Pro E2700 ist Ankers Spitzenmodell für steckerfertige Anlagen und richtet sich an alle, die nicht nur einspeisen, sondern den Tagesüberschuss konsequent in den Abend verschieben wollen. Mit 2,68 Kilowattstunden Grundkapazität, die modular bis rund 16 Kilowattstunden wächst, deckt sie vom kleinen Balkon bis zur ambitionierten Eigenverbrauchsanlage ein breites Spektrum ab.
Technisch hebt sie sich vor allem durch ihre vier separaten MPP-Tracker ab. Damit lassen sich Module unterschiedlicher Ausrichtung oder mit Teilverschattung anschliessen, ohne dass ein schwächerer Strang die übrigen ausbremst. Die zulässige Solareingangsleistung von bis zu 2400 Watt sorgt dafür, dass auch an trüben Tagen früh geladen wird.
Das KI-Lademanagement plant Laden und Entladen anhand von Wetter- und Tarifprognosen und gleicht den Verbrauch des Haushalts aus. In der Praxis erhöht das die Eigenverbrauchsquote spürbar, und die App gilt als eine der ausgereiftesten im Markt. Die serienmässige Notstromfunktion mit rund 50 Millisekunden Umschaltzeit und die EEBUS-Schnittstelle runden das Bild ab.
Für den Schweizer Betrieb muss der integrierte Wechselrichter fest auf 600 Watt begrenzt sein – über eine dauerhafte Einstellung, die der Endkunde nicht wieder aufheben kann; eine blosse App-Drosselung genügt gemäss ESTI nicht. Die Meldung beim Verteilnetzbetreiber bleibt Pflicht.
Die Kehrseite der Leistungsfähigkeit ist der Preis, der klar über jenem schlankerer Speicher liegt. Auch der Standby-Verbrauch fällt mit rund neun bis zehn Watt höher aus als bei den sparsamsten Mitbewerbern, und unterhalb von etwa 50 Watt Last springt der Notstrom nicht an. Wer diese Punkte einordnet, erhält dennoch das technisch rundeste Gesamtpaket.
Unterm Strich ist die Solarbank 3 Pro die erste Wahl, wenn modulare Ausbaubarkeit, Notstrom und eine starke Software im Vordergrund stehen – und wenn das Budget den Premium-Aufschlag zulässt.
Teuer, aber technisch führend – die erste Wahl, wenn Ausbaubarkeit und Notstrom zählen.
Häufige Fragen
Ist die Solarbank 3 Pro in der Schweiz zulässig?
Ja, sofern die Einspeiseleistung fest auf 600 Watt begrenzt ist – über eine dauerhafte, vom Endkunden nicht veränderbare Einstellung – und die Anlage beim Verteilnetzbetreiber gemeldet wird. Die höhere Modulleistung ist dabei unproblematisch.
Wie weit lässt sich die Kapazität erweitern?
Von 2,68 Kilowattstunden Grundkapazität modular bis rund 16 Kilowattstunden über Zusatzakkus – damit wächst die Anlage mit dem Bedarf.
Funktioniert der Notstrom bei jedem Verbraucher?
Der Notstrom springt erst ab etwa 50 Watt Last an; sehr kleine Verbraucher werden im Inselfall nicht zuverlässig erkannt. Für Kühlschrank, Licht und Router ist er ausgelegt.
Lohnt sich der Aufpreis gegenüber einfacheren Speichern?
Wenn Sie modulare Ausbaubarkeit, Notstrom und vier MPPT brauchen, ja. Wer nur einen kleinen Balkon ohne Verschattung speichern will, fährt mit einem schlankeren Modell günstiger.