NEXA 2000
Redaktionell bewertet · aktualisiert am 03.07.2026
Auf einen Blick
Die Einschätzung der Redaktion
Mit dem NEXA 2000 greift Growatt die etablierten Balkonspeicher über den Preis an. Rund 480 bis 720 Euro rufen deutsche Händler für die Basiseinheit auf – bei 2,05 Kilowattstunden Kapazität ergibt das einen Preis pro Kilowattstunde, den bisher kein Markenhersteller unterboten hat.
Technisch ist das Paket erstaunlich komplett: vier unabhängige MPP-Tracker verarbeiten bis zu 2600 Watt Modulleistung, das Gehäuse ist nach IP66 abgedichtet, und bis zu drei Zusatzakkus erweitern das System auf gut acht Kilowattstunden. Die LiFePO4-Zellen entsprechen dem Klassenstandard.
Die Schwächen liegen im Detail: Der Notstromausgang liefert nur 800 Watt, womit sich im Inselbetrieb kaum mehr als Router, Licht und Kühlschrank versorgen lassen. Fachtests bemängeln zudem die umständliche App-Kopplung samt Konto-Zwang – wer Wert auf schnelle Einrichtung legt, ist bei Anker oder EcoFlow besser aufgehoben.
Für die Schweiz gilt wie immer: Die Einspeisung muss fest auf 600 Watt begrenzt sein, und da der Vertrieb über Deutschland läuft, gehören Versand-, Zoll- und Garantiefragen vor den Kauf geklärt. Wer damit leben kann, bekommt hier das derzeit beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Segment.
Der Preisbrecher unter den Balkonspeichern: viel Kapazität und Anschlussfläche fürs Geld, aber mit Kompromissen bei App, Notstrom und CH-Bezug.
Häufige Fragen
Warum ist der NEXA 2000 so günstig?
Growatt positioniert das Gerät aggressiv gegen die etablierten Anbieter; an der Zellchemie (LiFePO4) und der Grundausstattung wurde dabei nicht gespart, eher an Feinschliff in App und Notstromleistung.
Ist der Speicher in der Schweiz zulässig?
Ja, sofern die Einspeisung fest auf 600 Watt begrenzt ist (nicht vom Endkunden veränderbar) und die Anlage beim Verteilnetzbetreiber gemeldet wird.
Wie weit lässt sich das System ausbauen?
Mit bis zu drei Zusatzmodulen auf rund 8,2 Kilowattstunden Gesamtkapazität.
Taugt der NEXA 2000 als Notstromversorgung?
Nur begrenzt: Der Off-Grid-Ausgang liefert maximal 800 Watt – genug für Kleinverbraucher, zu wenig für leistungshungrige Geräte.