Growatt · Speicher & Powerstations

NEXA 2000

Redaktionell bewertet · aktualisiert am 03.07.2026

Der NEXA 2000 drückt den Preis pro Kilowattstunde in eine neue Region: 2,05 kWh mit vier MPPT und wetterfestem IP66-Gehäuse, in Aktionen teils unter 500 Franken. Abstriche gibt es bei App-Einrichtung und Notstromleistung.

Auf einen Blick

Kapazität
2.048 kWh, erweiterbar bis 8.19 kWh (3 Zusatzmodule)
Wechselrichter
integriert, 800 W (CH: feste 600-W-Begrenzung erforderlich)
Solareingänge
4 MPPT, bis 2600 W
Notstrom
Off-Grid-Ausgang bis 800 W
Schutzart
IP66
Zelltyp
LiFePO4
Pro
+Sehr tiefer Preis pro Kilowattstunde
+Vier MPPT und bis 2600 W Solareingang – viel Anschlussfläche für die Preisklasse
+Wetterfestes IP66-Gehäuse, stapelbar bis gut 8 kWh
Contra
Notstromausgang mit 800 W schwächer als bei der Konkurrenz
App-Einrichtung in Tests als umständlich beschrieben, Konto-Pflicht
Schweizer Bezugsquellen und Garantieabwicklung vorab klären
Schweiz-Konformität
Der Wechselrichter gibt bis 800 Watt ab; für den steckerfertigen Betrieb in der Schweiz muss die Einspeisung fest auf 600 Watt begrenzt sein (nicht vom Endkunden veränderbar) – vor dem Kauf klären, ob eine feste CH-Einstellung verfügbar ist. Vertrieb primär über deutsche Händler: Versand und Garantie für die Schweiz abklären. Anschluss über einen Stecker nach SEV 1011 (T13), Meldung beim Verteilnetzbetreiber Pflicht.

Die Einschätzung der Redaktion

Mit dem NEXA 2000 greift Growatt die etablierten Balkonspeicher über den Preis an. Rund 480 bis 720 Euro rufen deutsche Händler für die Basiseinheit auf – bei 2,05 Kilowattstunden Kapazität ergibt das einen Preis pro Kilowattstunde, den bisher kein Markenhersteller unterboten hat.

Technisch ist das Paket erstaunlich komplett: vier unabhängige MPP-Tracker verarbeiten bis zu 2600 Watt Modulleistung, das Gehäuse ist nach IP66 abgedichtet, und bis zu drei Zusatzakkus erweitern das System auf gut acht Kilowattstunden. Die LiFePO4-Zellen entsprechen dem Klassenstandard.

Die Schwächen liegen im Detail: Der Notstromausgang liefert nur 800 Watt, womit sich im Inselbetrieb kaum mehr als Router, Licht und Kühlschrank versorgen lassen. Fachtests bemängeln zudem die umständliche App-Kopplung samt Konto-Zwang – wer Wert auf schnelle Einrichtung legt, ist bei Anker oder EcoFlow besser aufgehoben.

Für die Schweiz gilt wie immer: Die Einspeisung muss fest auf 600 Watt begrenzt sein, und da der Vertrieb über Deutschland läuft, gehören Versand-, Zoll- und Garantiefragen vor den Kauf geklärt. Wer damit leben kann, bekommt hier das derzeit beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Segment.

4.0
VON 5
Verdikt

Der Preisbrecher unter den Balkonspeichern: viel Kapazität und Anschlussfläche fürs Geld, aber mit Kompromissen bei App, Notstrom und CH-Bezug.

Häufige Fragen

Warum ist der NEXA 2000 so günstig?

Growatt positioniert das Gerät aggressiv gegen die etablierten Anbieter; an der Zellchemie (LiFePO4) und der Grundausstattung wurde dabei nicht gespart, eher an Feinschliff in App und Notstromleistung.

Ist der Speicher in der Schweiz zulässig?

Ja, sofern die Einspeisung fest auf 600 Watt begrenzt ist (nicht vom Endkunden veränderbar) und die Anlage beim Verteilnetzbetreiber gemeldet wird.

Wie weit lässt sich das System ausbauen?

Mit bis zu drei Zusatzmodulen auf rund 8,2 Kilowattstunden Gesamtkapazität.

Taugt der NEXA 2000 als Notstromversorgung?

Nur begrenzt: Der Off-Grid-Ausgang liefert maximal 800 Watt – genug für Kleinverbraucher, zu wenig für leistungshungrige Geräte.