SunLit · Speicher & Powerstations

BK215 Kopfspeicher

Redaktionell bewertet · aktualisiert am 23.10.2026

Modularer Balkonspeicher: 2,15 kWh im Kopfmodul, per Stapelprinzip auf bis zu 8,6 kWh erweiterbar. Der BK215 arbeitet mit gängigen Mikrowechselrichtern zusammen und erhielt bei home&smart das Testurteil «sehr gut» (92/100).

Auf einen Blick

Kapazität
2.15 kWh, erweiterbar bis 8.6 kWh (3 Zusatzmodule B215)
Wechselrichter
keiner integriert – arbeitet mit kompatiblem Mikrowechselrichter (z. B. APsystems EZ1, Deye)
Zelltyp
LiFePO4, gemäss Hersteller mind. 6000 Zyklen (80 % Restkapazität) bzw. 9000 Zyklen (70 %), bei 20–80 % Ladezustand
Betriebstemperatur
ab −20 °C dank Heizfunktion, aktive Kühlung ab 40 °C
Schutzart
IP65
Pro
+Per Stapelprinzip mit bis zu 3 Zusatzmodulen auf 8,6 kWh ausbaubar
+Sehr langlebige LFP-Zellen mit hoher Zyklenfestigkeit
+Kompatibel mit verbreiteten Mikrowechselrichtern statt Insellösung
+Testurteil «sehr gut» bei home&smart (92/100)
Contra
–Kein eigener Wechselrichter – Gesamtkosten inklusive Mikrowechselrichter rechnen
–Deutscher Anbieter: CH-Versand und Garantieabwicklung vorab klären
Schweiz-Konformität
Der BK215 ist ein reiner Batteriespeicher ohne eigenen Wechselrichter: Die Einspeisung läuft über den angeschlossenen Mikrowechselrichter, der für die Schweiz fest auf 600 Watt begrenzt sein muss. Deutscher Anbieter – Versand und Service für die Schweiz abklären. Anschluss über einen Stecker nach SN 441011 (T13), Meldung beim Verteilnetzbetreiber Pflicht.

Die Einschätzung der Redaktion

SunLit (heute SunEnergyXT) verfolgt mit dem BK215 einen anderen Ansatz als Anker oder EcoFlow: Statt eines geschlossenen Systems mit eigenem Wechselrichter liefert das Kopfmodul die Speicher- und Steuerungsintelligenz und arbeitet mit verbreiteten Mikrowechselrichtern wie dem APsystems EZ1 oder Deye-Geräten zusammen. Wer bereits ein Balkonkraftwerk besitzt, rüstet den Speicher damit nach, ohne den Wechselrichter zu ersetzen.

Das Stapelprinzip ist das eigentliche Argument: Unter das Kopfmodul mit 2,15 Kilowattstunden passen bis zu drei Erweiterungsakkus B215, was die Gesamtkapazität auf 8,6 Kilowattstunden hebt; der Nachfolger BK215 PLUS steuert bis zu sieben Erweiterungen. Der Ausbau kann schrittweise erfolgen, wenn Budget oder Bedarf wachsen.

Die LiFePO4-Zellen sind laut Hersteller für mindestens 6000 Zyklen (80 % Restkapazität) beziehungsweise 9000 Zyklen (70 %) ausgelegt; home&smart bewertete den Speicher mit «sehr gut» (92/100) und lobte den einfachen Aufbau und die App. Das IP65-Gehäuse arbeitet dank Heizfunktion ab minus 20 Grad.

Zu rechnen ist ehrlich: Zum Kopfspeicher kommt der Mikrowechselrichter, falls nicht vorhanden. Für die Schweiz gilt zudem die feste 600-Watt-Begrenzung am Wechselrichter, und da SunLit über Deutschland vertreibt, sind Versand- und Garantiefragen vor dem Kauf zu klären.

Nachfolger

SunLit heisst heute SunEnergyXT und führt den BK215 als «1. Generation»; aktuell ist die Plus-Version mit Kopfspeicher BK215 Plus und Erweiterung B215 Plus (Stand 07.10.2026). Beide Generationen sind laut Hersteller grundsätzlich kompatibel, ein BK215 steuert aber auch mit Plus-Erweiterungen höchstens drei Erweiterungsspeicher. Wie beim BK215 speist der BK215 Plus über einen angeschlossenen Mikrowechselrichter ein; für den steckerfertigen Betrieb in der Schweiz muss dieser als 600-W-Gerät deklariert sein. Bei Toppreise.ch ist kein Kopfspeicher gelistet, nur der Erweiterungsspeicher B215 der ersten Generation.

4.3
VON 5
Verdikt

Die erste Wahl für Nachrüster und alle, die schrittweise auf grosse Kapazität ausbauen wollen – offen, langlebig und im Stapelprinzip erweiterbar.

Häufige Fragen

Brauche ich einen eigenen Wechselrichter?

Ja. Der BK215 speichert und steuert, die Einspeisung übernimmt ein kompatibler Mikrowechselrichter (z. B. APsystems EZ1 oder Deye), der für die Schweiz fest auf 600 Watt begrenzt sein muss.

Wie weit lässt sich das System erweitern?

Mit bis zu drei B215-Zusatzmodulen auf insgesamt 8,6 Kilowattstunden; der Nachfolger BK215 PLUS steuert bis zu sieben Erweiterungen.

Eignet sich der Speicher zum Nachrüsten?

Ja, das ist sein Kernszenario: Er wird zwischen Module und bestehenden Mikrowechselrichter gesetzt.

Ist der Aussenbetrieb im Winter möglich?

Ja, das Gehäuse ist nach IP65 geschützt, und dank Heizfunktion arbeitet der Speicher ab −20 °C.